für unser Hürth
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BÜRGERLICH   SOLIDE   VERLÄSSLICH

Kurt Martmann

Keine Maskenpflicht in Hürther Schulklassen!

Freie Wähler forderen Resolution.

 

Als einziges Bundesland hat NRW eine Maskenpflicht beschlossen, die nicht nur im Schulgebäude und auf dem Gelände gilt, sondern an weiterführenden und berufsbildenden Schulen auch im Unterricht. Die Maßnahme ist zunächst bis Ende August befristet. Betroffen von dieser Regelung in Hürth sind u.a. das Ernst Mach Gymnasium, das Albert-Schweitzer-Gymnasium, die Friedrich-Ebert-Realschule, die Gesamtschule Hürth (20/21) und das Goldenberg Europakolleg Hürth. Die Regelung der Landesregierung NRW ist umstritten.

 

Deshalb wollen das Thema per Eil-Antrag auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 25.08.20 setzen. Hierüber muss aber der Stadtrat in der Sitzung entscheiden. Wir Freien Wähler wollen, das der Stadtrat ein Zeichen setzt und die Landesregierung auffordert, diese - für Schüler und Lehrer - schwerbelastende Regelung zum 31.08.2020 zu beenden.

 

Bereits am ersten Tag des neuen Schuljahres gibt es an den Ober/Verwaltungsgerichten Köln, Düsseldorf und Münster mehrere Klagen gegen die ungesunde Maskenpflicht während des Unterrichts an weiterführenden Schulen.

 

Zeitnah lässt sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD)  in seinem Südtiroler Urlaub ohne Mund und Nasenschutz und Mindestabstand ablichten. Hier!

 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Kanzleramtsminister Helge Braun, Ministerpräsident Volker Bouffier, Regierungssprecher Michael Bußer (alle CDU) und Hessens Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne), dazu noch mindestens sechs weitere Personen sind gemeinsam auf YT zu bewundern...und alle in einem Fahrstuhl. Hier!

 

Da erwartet eine abgehobene Politik, dass Schüler und Lehrer bei 30° und mehr mit Maske in ohnehin sauerstoffarmen Klassenzimmern vernünftig lernen können?

 

Absolut weltfremd und mit Sicherheit nicht gesund!

 

Sitzung des Stadtrates am 25.08.2020

(Erweiterung der Tagesordnung)

 

Maskenpflicht an Hürther Schulen beenden – Resolution des Stadtrates an die Landes-regierung NRW

Resolution:

Der Rat der Stadt Hürth fordert die Landesregierung NRW auf, die Maskenpflicht und das Tragen eines Mund Nasenschutz im Unterricht aufzuheben bzw. nicht zu verlängern und auch nicht zu einem späteren Zeitpunkt wieder in Kraft zu setzen.

 

Begründung:

Es ist nicht nachzuvollziehen, dass Schüler ab der 5 Klasse im Unterricht eine Mund- Nasenbedeckung (MNS)/ bzw. Mundschutz tragen müssen. Wir fordern andere Möglichkeiten, Kinder und Jugendliche  in der Schule zu schützen, z.B. durch Kleingruppen oder größere Abstandsregeln- ggf. auch Versatz der Unterrichtszeit.

 

Es besteht keine Verhältnismäßigkeit!

 

Aktuell darf(!) man beispielsweise mit 10 Leuten im Restaurant ohne Maske am Tisch sitzen. Das heißt in einem mittelgroßen Restaurant dürfen an 5 Tischen 50 Leute ohne Maske sitzen. Im Klassenraum, mit 2 -4 Schülern am Tisch ist es dann auf einmal zu gefährlich? Hochzeiten bis 50 Personen sind gestattet, aber mit 25 Schülern, die  im Klassenverband unterrichtet werden ist, geht das nicht?

 

Wir fordern, dass die Maskenpflicht und das Tragen eines MNS IM UNTERRICHT aufgehoben bzw. beendet wird. Es muss ausreichend sein, die Maske bis zum Platz zu tragen und dann abzunehmen!

 

Wir befürchten nicht nur Atemnot, Schwindel und Kopfschmerzen, sowie eine verminderte Konzentrationsfähigkeit gerade bei heranwachsenden Schülern. Eine fundierte und zu 100% ärztliche Untersuchung zu Langzeitschäden von MNS über einen so langen Zeitraum zu tragen (insbesondere für Kinder im Wachstum) gibt es u. E. nicht.

 

Schüler mit Handicaps werden völlig außer Acht gelassen. So ist das Tragen eines MNS z.B. für Schüler mit Hörgeräten oder einer anderen Einschränkung eine große Belastung - zudem können diese u.U. die für sie wichtige Mimik bei Mitschülern und Lehrern nicht deuten. Auch Schüler die Brillen tragen, könnten trotz Metallbügel in der Maske immer wieder Probleme mit beschlagenen Gläsern haben und so dem Unterricht schwerer folgen. Nicht nur Schüler mit ADHS oder einer Konzentrationsschwäche könnten große Nachteile haben, sondern auch heranwachsende mit einer Migräne-Problematik.

 

Schüler im Wachstum haben mit großen hormonellen Umstellungen zu kämpfen und wären nicht nur körperlich sondern auch psychisch belastet. Traumata könnten die Folge sein.

 

Unabhängig davon, müssten bei einem Ganztagsunterricht von 8-16 Uhr die Eltern sehr, sehr viele Masken vorhalten, um diese oft genug am Tag wechseln zu können! Abends müssten sie gewaschen werden - morgens wären sie womöglich nicht trocken. Bei mehreren Schul-Kindern ist dies schon gar nicht leistbar.

 

Die Kinder/Jugendlichen werden sich so kaum am Unterricht beteiligen können, worunter die Noten massiv leiden werden.

 

Wir halten diese Belastung für unsere Schüler für nicht tragbar.

 

Wir wollen jedoch alle das gleiche: einen sicheren Schulbetrieb, zum Wohl der Schüler und des Kollegiums. Normale Hygieneregeln wie Händewaschen mit Seife, dass Niesen in die Armbeuge und häufiges Lüften der Klassenzimmer reichen im Schulbetrieb nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische Infektiologie (DGBI), der Deutschen Akademie für Kinder-und Jugendmedizin (DAKJ), der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP) und des Berufsverbands der Kinder und Jugendärzte in Deutschland (BV KJ e.V.)  aus! (Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI), der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ), der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP) und des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland (bvkj e.V.)

 

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